Aufstieg perfekt?

Zweitligist Hertha will mit einem Heimsieg die letzten Zweifel ausräumen
Aachener Zeitung und Nachrichten
Aufstieg perfekt?

Bejubelt Max Westerkamp am Samstag den Aufstieg in die Erste Liga?
Foto: W. Birkenstock

Walheim. Ob sich das Herren-Judoteam von Hertha Walheim diese Riesenchance noch nehmen lässt? Die Mannschaft von Trainer Patrick Haas trägt am Samstag den Heimkampf gegen die Crocodiles Osnabrück aus. Gewinnen Westerkamp, Baczak, Biesbrouck, Entgens und Co. diesen Vergleich sind sie definitiv in die Erste Bundesliga aufgestiegen.

Das pikante an der Geschichte: Walheim hat vier Punkte aus zwei siegreichen Kämpfen. Mit jeweils drei Zählern stehen Osnabrück und der JC Godesberg – die jeweils schon drei Kämpfe ausgetragen haben – dahinter. In Godesberg tritt Hertha Walheim am 7. Oktober an.
Für Osnabrück und Godesberg zählt also gleichsam, dass sie Walheim schlagen müssen, wenn sie sich die Chance auf einen der beiden Aufstiegsplätze erhalten wollen. Rupert Hammen, Sprecher des Walheimer Teams, rechnet damit, „dass Osnabrück mit seinem stärksten Kader und hoch motiviert bei uns antreten wird“. Der Kampf beginnt um 18 Uhr in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums Kornelimünster.

Nicht weniger „heiß“ als die Gäste wird auch das Haas-Aufgebot sein. „Wir wollen es unter allen Umständen packen“, sagt Hammen. Dabei setzen die Hausherren auch auf das begeisterungsfähige Publikum, dass den Walheimer „Schmieden“ schon beim 9:5 über den JC Braunschweig die Rücken stärkte. „Damit uns der ersehnte Sieg gelingt, werden wir wieder auf unsere Talente aus den eigenen Reihen zurückgreifen, und wir hoffen auch darauf, dass unsere holländischen Teamkameraden aus dem Partnerverein JC Hercules Echt dabei sein werden.“

Leichte Personalsorgen hat der Tabellenführer durch den Ausfall von Erich Klinspon (- 66 kg). Diese Lücke soll aber durch Job Hansen und Jeremy Caroux gefüllt werden. Zudem ist man auch in der Klasse bis 81 kg wieder etwas besser aufgestellt. Hier treten Graatje Weber und Marlon Hütten an.

Bei Betrachtung des Osnabrücker Kaders fällt Rupert Hammen deren 90-Kilo-Athlet Yassin Grothaus auf. Außerdem wird es für die Herthaner schwer, den „73er“ Christian Dill zu besiegen, der bisher sehr überzeugte. Mit Nils Becker (- 60 kg) kommt ein alter Bekannter nach Walheim. Er stand bis zur letzten Saison noch im Kader der Herthaner, ging dann aber zu seinem Heimatverein zurück.

Gewinnen die Gastgeber diesen Vergleich, sind alle Eventualitäten ausgeräumt. Auch ein Remis würde möglicherweise reichen. Aber darauf will sich niemand in Walheim verlassen . . .(mali)

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 19.09.2017

Erstellt am: 15.09.2017


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