Für Walheim könnte sich die Tür weit öffnen

Judo-Zweitligist Hertha will am Samstag den ersten Heimkampf gegen JC Braunschweig mit einem Sieg beenden, um dem Aufstieg näherzukommen
Aachener Zeitung und Nachrichten
Für Walheim könnte sich die Tür weit öffnen

Soll in der Klasse bis 73 kg die Kohlen aus dem Feuer holen: Max Baczak (rechts)
Foto: Birkenstock

Walheim. Die Absicht ist kurz und knapp formuliert. „Wir wollen Nägel mit Köpfen machen“, sagt Patrick Haas entschlossen. Der Trainer des Judo-Zweitligisten Hertha Walheim weiß, das Ziel ist greifbar. Innerhalb von acht Tagen kann man es noch näher „heran-zoomen“. Denn vor der Saison hat der Hertha-Chef – auch im Namen seines Kaders – die Erste Bundesliga ins Visier genommen. Die wäre erreicht, wenn man in der Fünferrunde der Zweiten Liga einen der ersten drei Plätze einnimmt.

Also macht sich Hertha auf, am Samstag den ersten Heimkampf gegen den JC Braunschweig mit einem Sieg zu verzieren. Eine Woche später stellt sich dann der JC Osnabrück, der amtierende Spitzenreiter, in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums vor. Die Männer aus der „Walheimer Schmiede“ sind überzeugt, dass das Eisen heiß ist, es muss jetzt nur noch „gebogen“ werden.

Die derzeitige Tabellensituation beinhaltet alle Optionen. Die Judo Crocodiles Osnabrück und der JC Godesberg weisen jeweils drei Punkte auf, haben aber auch bereits drei Kämpfe absolviert. Walheim (bisher ein Kampf, Sieg in Leverkusen) hat zwei Zähler, ebenso wie Braunschweig (zwei Kämpfe) und Leverkusen (drei Kämpfe). Legt Walheim also zwei Erfolge in beiden Heimkämpfen vor, wäre man höchstwahrscheinlich aufgestiegen. In die neue Bundesliga, die ab der nächsten Saison eingeführt wird.

So groß die Hoffnungen der Herthaner auch sind – die Mannschaft wird von argen Personalsorgen begleitet. Rupert Hammen, Pressesprecher des Zweitligisten: „Zu den Verletzten kommen jetzt auch noch ein paar Jungs, die an Grippe erkrankt sind, und unsere Holländer sind fast alle auf Qualifikationsturnieren am Samstagmorgen eingesetzt.“

Die Gastgeber (Kampfbeginn 18 Uhr) hoffen, dass der eine oder andere Kumpel aus dem Nachbarland „es doch noch schafft, gegen Braunschweig dabei zu sein“. In den Klassen bis 90 Kilogramm setzt man auf Dax Biesbrouck, bis 100 Kilogramm sind die Erwartungen in Max Westerkamp hoch, und in der Kategorie bis 73 Kilogramm soll Max Baczak die Kohlen aus dem Feuer holen. „Wir sind sicher, dass es das Kollektiv schon richten wird“, strahlt Hammen Optimismus aus. Auch wenn es „schwerer als noch in Leverkusen für uns werden wird“.

Da gewann man überraschend hoch mit 10:4. Mit dem „achten“ Mann im Rücken sollten die Gastgeber einen weiteren Trumpf in der Halle haben. „Zugegeben, wir sind ein bisschen gebeutelt, aber wir wollen die Chance beim Schopfe packen“, wissen Hammen und Co., welche Tür sich nun weit öffnen könnte . . . (mali)

„Wir wollen Nägel mit Köpfen machen.“

 Patrick Haas, Trainer Hertha Walheim

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 15.09.2017

Erstellt am: 09.09.2017


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