Hertha Walheim kämpft sich kreativ zum „Meisterstück“

Mit dem 10:4-Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten Osnabrück steigt das Team wieder in die Erste Judo-Bundesliga auf
Aachener Zeitung und Nachrichten
Hertha Walheim kämpft sich kreativ zum „Meisterstück“

So locker dirigiert man seine Fans. Als Hertha Walheim sein Meisterstück gegen Osnabrück gemacht hatte, wurde es ausgelassen in der Halle.  Foto: Verein

Walheim. Kreativer kann ein „Meisterstück“ kaum aussehen. Das war handgemacht. Das Judo-Team Hertha Walheims machte mit dem 10:4-Erfolg in eigener Halle über den bisherigen Tabellenzweiten JC Crocodiles Osnabrück den Meistertitel perfekt und steigt „nebenher“ auch noch in die Eliteliga auf. Dabei kämpfte sich der Meister – die „Walheimer Schmiede“, wie sie sich selbst nennt – furios durch den Vergleich mit den Niedersachsen.

„Spiiiitzenreiter, Spitzenreiter“, skandierten Trainer Patrick Haas, seine Athleten und die Fans in der fast ausverkauften Sporthalle des Inda-Gymnasiums nach den 90 absolvierten Minuten. Mit der sauberen Bilanz von sechs Punkten aus drei Kämpfen bereitete Hertha die Rückkehr in die Erste Bundesliga vor. Bei einem noch ausstehenden Kampf (7.Oktober in Godesberg) können die Schützlinge von Patrick Haas und Mannschaftskapitän Lars Entgens nicht mehr abgefangen werden.

Die „Besten im Westen“ lagen nur einmal, beim Stande von 1:2, hinten. Auch ohne die Top-Kräfte Jur Spijkers (Schwergewicht) und Dax Biesbrouck (- 90 kg) stellten die Hausherren schnell und unmissverständlich klar, was sie wollten. Arthur Westerkamp (siehe auch Ergebnisleiste) legte den ersten Sieg vor und wiederholte den im Rückkampf auch gleich gegen Henrik Schreiber (- 90 kg). Einen Sahnetag hatte auch Max Baczak (- 73 kg), der ebenfalls doppelt punktete. Einer der Höhepunkte des Abends war der Sieg des Schwergewichtlers Lars Entgens per Ippon. Fabian Jaske hatte keine Chance gegen „Hammer-Lars“. Marcel Leenings dagegen wurmte seine Auftaktniederlage gegen den früheren Herthaner Nils Becker (- 60 kg). Hatte Max Westerkamp im ersten Duell mit Yassin Grothaus noch knapp vor Schluss per Ippon verloren, so revanchierte sich Westerkamp im Rückkampf mit einem herrlichen Wurf, der den Kampf nach nur 34 Sekunden beendete. „Kopf“ standen die Walheimer Anhänger auch, als der gerade mal 16-jährige Ivo Verhorstert den Osnabrücker Routinier Nils Becker (- 60 Kilo) besiegte. Nahezu hysterisch wurde auch der Ippon-Sieg von Hertha-Athlet Graatje Weber über Chris Dill (- 81 kg) bejubelt. Die paar Punkte, die auf der Strecke blieben waren letztlich zu verschmerzen.

Dies vor allem deshalb, weil das Team von Patrick Haas wie ein Meister auftrat. Im Wortsinne halt . . . (mali)

Walheim – Osnabrück: Hinkampf 4:3
Bis 90 kg: Artur Westerkamp – Henrik Schreiber 7:0 – 66 kg Jeremy Cadoux – Felix Stöckel 0:10 – 60 kg Marcel Leenings – Nils Becker 0:7 + 100 kg Lars Entgens – Fabian Jaske 10:0 – - 81 kg Graatje Weber – Christian Dill 10:0 – 73 kg Max Baczak – Christopher Bockholt 7:0 - - 100 kg Max Westerkamp – Yassin Grothaus 0:10

Walheim – Osnabrück Rückkampf 6:1
Bis 90 kg: Artur Westerkamp – Henrik Schreiber 1:0 – 66 kg Jeremy Cadoux – Felix Stöckel 0:10 – 60 kg Ivo Verhorstert – Nils Becker 7:0 + 100 kg Patrick Haas – Frederic Schreiber kampflos 10:0 – - 81 kg Andreas Buscher – Christopher Bockholt 10:0 – 73 kg Max Baczak – Dominik Kohl 10:0 - - 100 kg Max Westerkamp – Yassin Grothaus 10:0

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 19.09.2017

Erstellt am: 19.09.2017


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