Hertha vor Aufstieg

Walheims Judo-Zweitligist nach 9:5 an der Spitze
Aachener Zeitung und Nachrichten
Hertha vor Aufstieg

Arthur Westerkamp (links) mit großem Kampf für Walheim

Walheim. Das Tor ist sperrangelweit geöffnet. Nach dem 9:5-Sieg des Judo-Zweitligisten Hertha Walheim über den JC Braunschweig kann schon am Samstag die Rückkehr in die Eliteliga gefeiert werden. Die Mannschaft von Trainer Patrick Haas ist an die Spitze der Liga gesprungen, hat beste Voraussetzungen geschaffen.

Um 19:37 Uhr stand fest: Mit dem achten Punkt – geholt durch den Leichtgewichtler Jeremy Cadoux – war den Gastgebern der Sieg nicht mehr zu nehmen. Noch bis zur Pause war es eng gegen die Niedersachsen, die mit 1:0 durch ihren tschechischen Landesmeister und Schwergewichtler Jan Pinta in Führung gegangen waren. Lars Entgens hatte gegen den einen Kopf größeren und gefühlt 30 Kilo schwereren Gegner zwar in beiden Vergleichen gut mitgehalten, musste aber im ersten Kampf eine vorzeitige Niederlage hinnehmen. Einer der Männer des Tages im Team der Walheimer war der „73 er“ Max Baczak, der zum Doppelsieg ausholte.

Westerkamp unwiderstehlich

Drei von vier Kämpfen bis zur 4:3-Pausenführung hatte die Hertha vorzeitig gewonnen, darunter den packenden Kampf von Dax Biesbrouck (bis 90 kg), der nach zwei Strafen schon vor der Niederlage stand und diese noch mit einem Ippon abwendete. Unwiderstehlich war auch die Leistung von Max Westerkamp (bis 100 kg), der Anatoliè Kirsch über die Matte scheuchte und mit drei Wertungen nach gut einer Minute Schluss machte und auch seinen zweiten Kampf souverän gewann.

Braunschweig kam durch Pinta zum 4:4 heran und machte es bis zum 5:6 – als Rupert Hammen in der 81er-Klasse Nikolaus Stahl unterlag – noch einmal spannend. Die Halle kochte, als Arthur Westerkamp (- 90 Kilo) Robin Els per Haltegriff den Punkt abnahm und mit dem 7:5 schon mal das Remis gesichert hatte. Dann kam Jeremy Cadaux, dessen Einsatz am Morgen noch nicht sicher war. Nach seinem Ippon-Sieg (nach 38 Sekunden) über Vaclaw Kovar jubelte Hallensprecher Jörg Heynen ins Mikrofon: „Das ist es, warum wir heute hier sind!“

Pressesprecher Rupert Hammen packte seine Gefühle in einen Satz: „Das war mega-geil heute“, dankte er allen Kameraden. Mit der Ergänzung: „Die Leistung und der Zusammenhalt des Teams haben diesmal den Unterschied gemacht.“ Während Braunschweig mit einem großen Kader angereist war, „hatten wir pro Gewichtsklasse nur einen bis zwei Athleten zur Verfügung“.

Im Heimkampf am Samstag um 18 Uhr gegen die Crocodiles des JC Osnabrück kann Hertha Walheim den Sack zumachen und den Aufstieg sichern. (mali)

Walheim - Braunschweig 9:5:
+ 100 kg Lars Entgens - Jan Pinta 0:10, - 73 kg Max Baczak - Jan-Hendrik Köhler 7:0, - 60 kg Marcel Leenings - Florian Hahn 10:0, - 81 kg Nicola Discher - Florian Els 0:7, - 90 kg Dax Biesbrouck - Ruben Wojnowski 10:0, - 66 kg Jeremy Cadoux - Vaclaw Kovar 0:7; - 100 kg Max Westerkamp - Anatolie Kirsch 10:0;
+ 100 kg Entgens - Pinta 0:7 - 73 kg Baczak - Niels Bentgerodt 7:0, - 60 kg Ivo Verhorstert - Maurice Lapuse (kampflos) 10:0, - 81 kg Rupert Hammen - Nikolai Stahl 0:10, - 90 kg Arthur Westerkamp - Robin Els 10:0, - 66 kg Cadoux - Kovar 10:0, - 100 kg M. Westerkamp - Volker Klöß 7:0

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 19.09.2017

Erstellt am: 12.09.2017


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